Rheumatolog:innen: Warnung vor gravierender Unterversorgung in Österreich

Chronisch-rheumatologische Erkrankungen sind in Österreich sehr häufig. Bis zu ein Viertel der Bevölkerung ist betroffen - mit einer hohen Krankheitslast und erheblichen wirtschaftlichen wie sozialen Auswirkungen. Dies wird sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen. "Aufgrund des Mangels an rheumatologisch tätigen Kassenärzt:Innen besteht schon jetzt in vielen Regionen eine gravierende Unterversorgung rheumatologischer Patient:innen. Es benötigt dringend eine einheitliche und leistungsgerechte Honorierung durch die österreichischen Kassen, um mehr Rheumatolog:innen für den niedergelassenen Bereich zu gewinnen. Sonst werden Wartezeiten weiter steigen und Patient:innen noch länger auf notwendige Behandlungen warten müssen. Wir brauchen eine österreichweit einheitliche Berücksichtigung der aufwändigen Kontrollen, von Beratung und Aufklärung bei immunsuppressiven Therapien, ebenso für spezifische Leistungen - etwa Ultraschalluntersuchungen", erklärte Ass.-Prof.in PDin Dr.in Christina Duftner, PhD, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie & Rehabilitation (ÖGR) am Donnerstag. "Ein gutes Einvernehmen zwischen Sozialversicherung und Ärzt:innen steht für uns im Zentrum. Wir sind jederzeit gerne bereit, unsere Expertise einzubringen, um gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten." Duftner forderte ferner die Etablierung einer Rheuma-Fachassistenz.